Blut (Blutmanipulationen)
Blut (Blutmanipulationen)
Der durchschnittliche Mensch verfügt ungefähr über 4 bis 6 Liter Blut (6 % bis 8 % seines Körpergewichts). Es besteht etwa zur Hälfte (55 %) aus Blutflüssigkeit (Plasma) und zur anderen Hälfte (45 %) aus Blutzellen.
Der Anteil der Blutzellen am Gesamtblut wird als Hämatokrit bezeichnet und in Prozent angegeben. Blutzellen werden auch Blutkörperchen genannt, weil die Mehrheit unter ihnen, die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) und die Thrombozyten (Blutplättchen), keinen Zellkern mehr besitzen und damit keine echten Zellen darstellen.
Der durchschnittliche Hämatokrit liegt bei Männern um 45 %, bei Frauen um 40 %. Die noch als normal zu bezeichnende Schwankungsbreite liegt zwischen 42 % und 48 % bei Männern und 38 % und 44 % bei Frauen.
Die Aufgaben des Blutes sind der Transport von Sauerstoff und Kohlendioxid, von Nährstoffen, Ausscheidungsprodukten, Wärme, Hormonen, Abwehrstoffen und Baustoffen.
Der Sinn von Blutmanipulationen, ist die Sauerstoffkapazität zu erhöhen und damit die aerobe Leistungsfähigkeit zu verbessern. Dies gelingt unter der Voraussetzung, dass der zusätzlich zugeführte Sauerstoff auch von der Muskelzelle genutzt werden kann.
Es gibt 3 Arten von Manipulation:
- Zuführen von Blut ("Blutdoping")
- Stimulierende blutbildende Substanzen (EPO/NESP)
- Substanzen die einen Sauerstofftransport der Erythrozyten erhöhen (HBOC/PFC)
Im Vergleich zum Höhentraining haben Blutmanipulationen eine höhere Wirkung auf die maximale Sauerstoffaufnahme bei einem geringeren Aufwand. Außerdem können beide Methoden miteinander kombiniert werden, wodurch das Doping verschleiert wird.
Genügend Todesfälle im Sport zeigen, dass ein ausgesprochen hohes Risiko besteht, weshalb aus ethischen Gründen Blutmanipulationen generell abzulehnen ist.